Dr. Richard Fagot (1935 in Łódź) ist einer der letzten noch lebenden ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Befreiung haben wir mit ihm an einem geschichtsträchtigen Ort reden können.
Richard Fagot wurde 1935 in eine assimilierte jüdische Familie in Łódź geboren. Sein Vater war Direktor einer der größten Gummifabriken Polens. Nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 wurde die Familie 1940 gezwungen, in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) umzuziehen. Im Sommer 1944 wurde das Ghetto aufgelöst, und Richard sowie seine Mutter wurden ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Dort überlebten sie unter katastrophalen Bedingungen den Winter. Im Februar 1945 wurden sie in das Außenlager Königs Wusterhausen des KZ Sachsenhausen verlegt. Als sich im April 1945 die Front näherte, wurden sie ins Hauptlager Sachsenhausen gebracht. Dort erlebten sie am 21. April 1945 die Befreiung durch sowjetische Truppen. Nach dem Krieg emigrierte Richard Fagot 1949 nach Israel. Dort studierte er Medizin und arbeitete viele Jahre als Gynäkologe und Geburtshelfer. Er lebt (Stand 2025) in Tel Aviv.
Descendants Stuff podcast is produced by Jakob Feisthauer, Kelsey Snook and Nicole Wines – three descendants of Sachsenhausen prisoners and co-creators of the Sachsenhausen Stuff project.
The Descendants Stuff team would like to extend a special thank you to the team at Sachsenhausen Memorial and Museum especially Dr. Astrid Ley, and the members of the educational department’s project “What Voice Do We Have?”, as well as the descendant’s collective Voices of the Next Generation.
Our theme music, “Heil, Sachsenhausen!” was written and performed by former Sachsenhausen prisoner Aleksander Kulisiewicz. Thanks to the United States Holocaust Memorial and Museum and the Aleksander Kulisiewicz collection for granting permission for its use.
If you are a Sachsenhausen descendant who would like to share your story, please contact us.